Hurra, ich habe Avatar gesehen! In 3D!!
Endlich zähle ich zu dem illustren Kreis derer, die Cameron’s bahnbrechende neue Technik mit eigenen Augen bestaunen durften. Seit der Film in den deutschen Kinos angelaufen ist, hat sich ein Konsens deutlich aus den Kritiken herausgebildet: Technik hui, Story pfui. Da ich, was die Story angeht, nur zustimmen kann (böser James, das war voll scheisse, junger Mann!), werde ich darauf nicht mehr groß eingehen. Was die Technik angeht, will ich meine Eindrücke in 2 Kategorien unterteilen:
1. Visueller Eindruck
Mit einem Wort: bombastisch. Ich muss zugeben, dass ich in meinem kleinen Kinosessel ziemlich geflasht war, als der Film zum ersten mal “das neue 3D” hat aufflackern lassen. Ich war beeindruckt von der neuen Tiefe, die mir da von der Leinwand entgegenflimmerte. Etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen. Obviously… Ausserdem muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich ein paar mal dabei erwischt habe, wie ich beinahe versucht hätte, herumfliegende Käfer oder Ascheflocken mit der Hand wegzuwischen.
2. Technische Umsetzung
Das erste was mir hierzu einfällt ist die neue 3D-Brille. Die albernen Brillen mit einem roten und einem blauen Brillenglas sind dem neuen Zeitalter gewichen. Jetzt setzt man sich ein Plastik-Kassengestell mit leicht abgedunkelten Kunststoffgläsern auf die Nase und merkt zuerst keinen Unterschied. Der dreidimensionale Effekt stellt sich erst ein, wenn man die Augen auf die Leinwand richtet. Leider setzten bei mir nach etwa 10 Minuten bereits leichte Kopfschmerzen ein, die mein Filmerlebnis stark trübten. Ausserdem offenbarte sich mir schnell eine weitere Schwachstelle der Technik. Aufgrund der Tatsache, dass der dreidimensionale Effekt unter anderen durch das geschickte Spiel mit Bildfokus und -schärfe der jeweiligen Einstellung erreicht wurde, schreibt einem der Film quasi vor, wo man hinsehen muss. Tut man das nicht, und lässt seinen Blick von der Figur im Fokus weg etwas durch die Gegend schweifen, wird das Bild sehr schnell schwammig und unruhig. Besonders in ruhigeren Szenen ein großes Problem. Zumindest für mich.
Fazit:
Ich wollte den Film unbedingt sehen. Die Gründe: der Hype, die neue Technik, sich vor Begeisterung überschlagende Podcasts und Berichte auf einschlägigen Seiten, usw…
Hat es sich gelohnt? Ja. Auch wenn ich ein alter Geizkragen bin und mich gleich nach dem Film über die bezahlten Euronen geärgert habe? Ja. Der Film ist Mist. Übelster Sorte. Aber die Technik ist einmalig und das visuelle Erlebnis muss man einfach gesehen haben.
Das wars schon. Peace.










